Salesforce-Sicherheit und -Identität verstehen: wann Single Sign-on und wann OAuth – Einführung
In diesem Blog wollen wir Klarheit über Sicherheit und Identität in Salesforce schaffen, mit Fokus darauf, wann Single Sign-on (SSO) und wann OAuth zum Einsatz kommt. Dieses Wissen ist entscheidend, um sich in den verschiedenen Szenarien des Zugriffs auf Salesforce zurechtzufinden, ob per direkter Anmeldung, SSO oder OAuth.
Wann Standardanmeldung, Single Sign-on oder OAuth
Direkte Anmeldung:
Szenario: Eine Person will über einen Browser auf Salesforce zugreifen, um dessen Seiten anzusehen.
Zugriffsmethode: Direkte Anmeldung bei Salesforce oder Single Sign-on über einen externen Identitätsanbieter, für einen reibungslosen Zugriff ohne erneute Authentifizierung.

OAuth mit mobilen Apps:
Szenario: Eine Person nutzt eine mobile App, um über die API auf Salesforce-Daten zuzugreifen, statt native Salesforce-Seiten anzuzeigen.
Zugriffsmethode: Hier kommt OAuth zum Einsatz, besonders wenn die Interaktion über mobile Geräte läuft, etwa Smartphones oder Tablets mit Browsertechnik. So können mobile Anwendungen sicher mit den Salesforce-APIs interagieren.

OAuth mit Servern von Drittanbietern:
Szenario: Eine Person kommuniziert über einen Browser mit einem Server eines Drittanbieters, der in ihrem Namen auf Salesforce-Daten zugreifen muss. Beispiele sind E-Mail-Plug-ins oder andere mit Salesforce integrierte Systeme.
Zugriffsmethode: OAuth mit einem bestimmten Protokoll namens «Web Server with PKCE» (Proof Key for Code Exchange) für einen sicheren Zugriff.
OAuth-Flows für verschiedene Szenarien
Client-Credentials-Flow: Gedacht für einen Client-Prozess (etwa externe Server, die Batch-Ladevorgänge oder Exporte ausführen), der mit einem festgelegten Integrationsbenutzerkonto auf Salesforce zugreift.
JWT-, SAML-Bearer-Assertion- und SAML-Assertion-Flows: Diese Flows sind für Szenarien gedacht, in denen ein Client-Prozess im Namen einer bestimmten Person handeln muss, ohne dass diese direkt beteiligt ist. Der Prozess tritt dabei als festgelegter Benutzer auf und behält den Sicherheitskontext von dessen Dateien bei.
Geräte-Flow: Dieser Flow wird von einem Gerät gestartet, das für die Freigabe einen menschlichen Eingriff braucht. Zum Beispiel fordert eine Smart-TV-App die Person auf, einen Code zur Zugriffsfreigabe einzugeben.
Asset-Flow: Nützlich für Geräte im Internet der Dinge (IoT), die sich mit Salesforce verbinden müssen, um Daten zu lesen oder zu schreiben.
Rückblick und Fazit
Im Kern hängt Ihre Zugriffsmethode vor allem vom Szenario ab:
Für den direkten Zugriff auf Salesforce über einen Browser nutzen Sie die direkte Anmeldung oder, wenn Sie einen Identitätsdienst haben, Single Sign-on.
Für den indirekten Zugriff über mobile Geräte, Server von Drittanbietern oder automatisierte Prozesse ist OAuth die bevorzugte Methode. Dabei müssen Sie entscheiden, ob OAuth im Namen einer menschlichen Person oder eines Integrationsbenutzerkontos handelt.
In weiteren Artikeln gehen wir jedes Szenario und jeden Anwendungsfall genauer an, für ein umfassendes Verständnis.
Bleiben Sie dran
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